Donnerstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, Ilse Aichinger: „Schreiben heißt Sterben lernen“

Forum St. Liborius, Grube 3, Paderborn

Cornelia Schönwald liest Lyrik und Prosa aus Ilse Aichingers Werk.

Es sei ganz einfach auf der Welt zu sein, hat Ilse Aichinger immer wieder betont. Geboren zu sein, das sei keine Leistung. Viel schwieriger sei es, in der Welt zu verschwinden. „Es ist eine Kunst des Verschwindens, die Ilse Aichinger aus dem Schrecken der Geschichte gemacht hat. In Wien musste die Autorin im Jahre 1942 mitansehen, wie ihre Großmutter und andere Angehörige deportiert wurden. Ihre Zwillingsschwester Helga hat es mit einem der letzten Hilfstransporte nach England geschafft. Ilse aber und ihre Mutter überlebten, sich klein machend, in der Stadt. Geschützt wurden die beiden lediglich von einer absurden Widersprüchlichkeit in der nationalsozialistischen Gesetzgebung. Die Verantwortlichkeit einer Alleinerzieherin für ihr Kind wurde dabei vor die Bestimmungen der Rassengesetze gestellt. In geduckter Haltung verharrten die beiden jahrelang. Unter der ständigen Bedrohung, dass es sie jederzeit treffen könnte.“ Quelle: ZEIT online: Kunst des Verschwindens, letzter Akt

Cornelia Schönwald, geboren in München, studierte Schauspiel in Ulm und lebt in Berlin. Sie ist Sprecherin bei WDR, SWR, RBB und für Hörbuchproduktionen. Sie gibt Workshops und tritt mit Chansonprogrammen, musikalisch-literarischen Abenden und Lesungen auf.

 

 


Donnerstag, 7. Dezember, 19.30 Uhr, Ahmad Mansour, Generation Allah – Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen

Aula des Berufskollegs Schloß Neuhaus,   An der Kapelle 2

In Kooperation mit: Kommunales Integrationszentrum Kreis Paderborn und Landesförderprogramm „NRWeltoffen“

Die Debatte um den Kampf gegen religiösen Extremismus ist auch in Deutschland ein noch ungelöstes Problem. Warum zieht es Jugendliche in den Dschihad? Ist der Islam verantwortlich für den Terror? Und wie können wir uns dem religiösen Extremismus stellen? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, wie der renommierte Psychologe und Islamexperte Ahmad Mansour nachdrücklich zeigt. Mansour beantwortet diese Fragen mit beeindruckender Klarheit und Reflexion. Denn keiner kennt wie er beide Seiten. Bevor er den mühsamen Ausstieg schaffte, war er selbst radikaler Islamist. Jetzt arbeitet Ahmad Mansour in Berlin als Psychologe und betreut bei der Beratungsstelle „Hayat“ Familien von radikalisierten Jugendlichen und ist als Programmdirektor für die European Foundation for Democracy tätig. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen Projekten mit Jugendlichen zum Thema Gleichberechtigung und Extremismus. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner konkreten Präventionsarbeit zeigt er beeindruckend, dass eine Deradikalisierung möglich ist, und plädiert für eine Reform des praktizierten Islam.

Ahmad Mansour, geb. 1976, ist arabischer Israeli und lebt seit 2004 in Berlin. Er ist Diplom-Psychologe, arbeitet für Projekte gegen Extremismus und ist kompetenter Gesprächspartner bei Fachdiskussionen in den Medien.

 


Donnerstag, 9. November, 18.15 Uhr, „Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht 1938“

Am Mahnmal An der Alten Synagoge

Wir erinnern an die Verfolgten des Novemberpogroms von 1938 und an die ermordeten Paderborner Juden und Jüdinnen

Die Gedenkrede hält Prof. Dr. Hartmut Steinecke.
Mitgestaltet wird die Gedenkstunde von der Big-Band-Gruppe des Theodorianums unter der Leitung von Dr. Robert Liebrand und dem Kurs Katholische Religion, Jg. Q2, mit Alexia Rebbe.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.


Ausfall der Veranstaltung – Sonntag, 15. Oktober, 18.00 Uhr, „Die Pfeffermühle – Vorsicht! Scharf!“, Kabarett und Musik

Aufgrund einer Erkrankung der Künstlerin muss die Veranstaltung am Sonntag, dem 15. Oktober leider ausfallen!