Der jüdisch-christliche Dialog, die religiöse oder weltanschauliche Diskriminierung von Menschen und nicht zuletzt der Nahostkonflikt sind Themen unserer Arbeit. Zu unseren eigenen Veranstaltungen laden wir aus Gründen offener Meinungsbildung auch Vertreter kontroverser Anschauungen ein, wenn sie einen sachlichen, ethisch verantwortbaren Diskurs gewährleisten.
Wir informieren Sie auch über Veranstaltungen anderer Träger zu den genannten Themen. Trotz sorgfältiger Prüfung können wir allerdings keine Gewähr für die Sachlichkeit, Ausgewogenheit oder Qualität der Veranstaltungen und die Auswahl der geladenen Personen übernehmen; siehe dazu ausführlich unseren Hinweis im Impressum.
Vortrag “Innenansichten der Wehrmacht” in der Wewelsburg am 19.1.
Wir möchten aufmerksam machen auf eine Veranstaltung in der Wewelsburg am 19.01.2012 um 19.00 Uhr zum Thema:
Innenansichten der Wehrmacht. Die Abhörprotokolle aus Fort Hunt
- Dr. Felix Römer, Johannes Gutenberg- Universität zu Mainz.
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945
Vortrag mit Diskussion. Eintritt frei.
—
“Wie dachten Wehrmachtssoldaten über den Nationalsozialismus, die Kriegsverbrechen und den Holocaust? Ein kürzlich entdeckter Quellenbestand beleuchtet die Mentalitätsgeschichte der Wehrmacht neu.
Das Material stammt aus dem Geheimlager Fort Hunt bei Washington: Dort vernahm das US-Militär deutsche Kriegsgefangene und hörte sie über versteckte Mikrofone ab.
In tausenden Protokollen diskutieren die Wehrmachtssoldaten intensiv und sparen von Kampferfahrungen bis zur Judenverfolgung kaum ein Thema aus.”
(Text: www.wewelsburg.de)
Studienfahrt des Ev. Kirchenkreises PB nach Israel (23. April – 1. Mai 2012)
Paderborn. Vom 23. April bis 1. Mai 2012 bietet Dr. Ingo-G. Wenke wieder eine Studienreise nach Israel an. Schwerpunkt ist die Entwicklung Israels zu einer Hightech-Nation. So wird zum Beispiel das Demonstrationszentrum „Better Place“ zur Elektromobilität besucht, mit der Möglichkeit, auf der Teststrecke selber ein Elektroauto zu fahren. Ferner wird auch die Universität Technion in Haifa besucht, für die bereits 1912 die Grundsteinlegung erfolgt ist.
Aber auch religionsgeschichtlich wichtige Stätten stehen auf dem Programm, neben Jerusalem die Verkündigungskirche in Nazareth und das Jesuanische Dreieck am See Genezareth: Berg der Seligpreisungen, Tabgha, Ort der Brot- und Fischvermehrung und Kapernaum.
Ein besonderer Höhepunkt wird der Besuch des „Zeltes der Völker“ sein: Seinen Weinberg nahe Bethlehem hat der palästinensische Christ Daoud Nassar, der noch vor wenigen Wochen in der Lukasgemeinde Paderborn als Referent begrüßt werden konnte, zu einer multireligiösen/multikulturellen Begegnungsstätte ausgebaut. Seine Arbeit steht unter dem Motto: „Uns kann niemand zum Hass(en) zwingen.“
Reiseprospekt und weitere Infos: Dr. Ingo-G. Wenke, Tel. (05293) 931103
© Ev. Kirchenkreis Paderborn 12.12.11
Rede zur Gedenkstunde der Opfer der Pogromnacht (2011)
Gedenkrede zur Pogromnacht von Dr. Markus Hentschel
——————-
„Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist ein Herr.
Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen dir ins Herz geschrieben sein, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitztest und wenn die auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Du sollst sie zum Denkzeichen auf deine Hand binden und sie als Merkzeichen auf der Stirn tragen“. (Dtn 6, 4-7)
„Und wenn dich dann künftig dein Sohn fragt: ‚Was sollen denn die Verordnungen, die Satzungen und die Rechte, die euch der Herr, unser Gott geboten hat?’ So sollst du zu deinem Sohn sagen: ‚Wir waren Sklaven des Pharao in Ägypten. Da führte uns der Herr mit starker Hand heraus aus Ägypten.’“ (Dtn 6, 20-21)
Gott lieben bedeutet in der jüdischen Religion, seine Worte sich ins Herz geschrieben sein lassen – sie aber auch beständig zu lesen, zu interpretieren und anzuwenden aufs alltägliche Leben. Die ins Herz geschriebenen Worte wollen entziffert, ihre Sprache will gelernt sein. Sie zu verstehen bedarf lebenslangen Lernens, eines stets offenen, unabschließbaren Weges der Bildung. Weiter
Ausstellung – “Nirgendwo und überall zu Haus”
Gespräche mit Überlebenden des Holocaust. Fotografien von Monika Zucht. Ausstellung vom 14. Dezember bis 25. Februar 2011 in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule, Sprottauer Straße 9, Detmold. Telefon 05231/64070; www.Detmold.de.
Gedächtnisstätte in Bad Driburg
Am Sonntag, 18. Oktober wurde die Gedächtnisstätte für die ermordeten Driburger Bürger vor dem ehemaligen Haus Schiff (obere Lange Straße gegenüber dem alten Markt) unter Mitwirkung von Tanja Rubens, Vositzende der jüdischen Kultusgemeinde Paderborn, und Shmuel Rubens, Altvorsitzender, der Öffentlichkeit übergeben. Weiter

